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Die atmende Wand

Eigentlich eine lustige Idee. Eine Wand atmet.

Diese Vorstellung hatte ein gewisser Max von Pettenkofers im 19ten Jahrhundert.

Er bemerkte einen Luftwechsel im Raum, selbst nach dem Abdichten aller Ritzen und Fugen. Somit glaubte er, die Ziegelsteine der Wand müsse atmen können.

Sein großer Fehler war allerdings, dass er vergessen hatte, den im Raum befindlichen Kamin abzudichten.

Es war aber nicht alles Unsinn. Heute weiß man, dass viele poröse Baustoffe luftdurchlässig sind. Ein echter Luftaustausch findet aber nur statt, wenn der Luftdruck innen und aussen stark unterschiedlich ist und der Luftdruck den Austausch erzwingt.

Daher spricht man heute eher von einer diffusionsoffenen Wand.

In unserer Rundwagen bauen wir genau solche Wände für ein perfektes Raumklima.

Die klassische atmende Wand wurde dann auf den Austausch von Feuchtigkeit in der Luft reduziert.

In einem Raum entstehen allein durch das Ausatmen oder Duschen oder Kochen soviel Luftfeuchtigkeit, dass man sich Gedanken machen muss, wohin diese abweichen soll. In älteren Bauwerken hatte man nie eine solche Dichtigkeit im Mauerwerk wie heutzutage.

Daher wurde durch Schimmel und Krankheiten schnell klar, dass hier ein anderer Wandaufbau nötig wurde.

Um die Feuchtigkeit von aussen abzuwehren, kamen dann die Dampfbremsen oder Damfsperren in die Wand.

Um die Feuchtigkeit von innen herauszuleiten, waren die diffusionsoffenen Wände die Lösung. Hier nimmt die Wand selbst einen gewissen Teil der Feuchtigkeit auf und gibt sie nach aussen ab.

Geschrieben von Kevin Bortoli 16.01.2020

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

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