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Wohnen im Bauwagen. Ein kleiner Ratgeber

Wohnen in einem Bauwagen. Ein kleiner Ratgeber

 

Freunde alternativer Lebensweisen müssen nicht zwangsläufig in klassische Kommunen ziehen. Eine Option ist das Wohnen in einem Bauwagen. Wagenplätze ermöglichen es Ihnen, ein Leben außerhalb des konsumfixierten gesellschaftlichen Mainstreams zu führen, lassen Ihnen jedoch ein recht hohes Maß an Flexibilität, denn viele Wagen sind noch transportabel. Es gibt jedoch einige Faktoren, über die Sie sich im Klaren sein müssen, bevor Sie in einen solchen Wagen ziehen.

 

Bauwagenplätze haben eine ganz eigene Romantik

Wenn Sie in einem Bauwagen wohnen wollen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass hiermit ziemlich viel Verzicht einhergeht. Vielen Menschen geht es zwar genau darum, wenn Sie sich entscheiden, auf einen Wagenplatz zu ziehen, eine Umstellung ist dies für die meisten trotzdem.

  • Sie müssen sich daran gewöhnen, nicht mehr denselben sanitären Luxus um sich zu haben wie früher. Im Klartext heißt das, dass Sie kein eigenes Badezimmer mehr haben werden, sondern die Toiletten und Duschen der Allgemeinheit verwenden müssen. Im Winter bedeutet das, dass Sie auch mal bei -10°C über den Platz eilen müssen, um zur Dusche zu gelangen.
  • Der Winter wird ohnehin Ihr ärgster Feind werden. Was im Sommer von einem Hauch von Freiheit umweht ist, ist im Winter einfach nur kalt. Es ist schwierig, einen Bauwagen vernünftig zu beheizen, da in den meisten Fällen nur ein Ofen zur Verfügung steht.
  • Auch werden Sie ein Großteil Ihres materiellen Besitzes abgeben müssen. Ein Bauwagen ist kein Palast und verfügt daher nur über ein geringes Platzangebot. Ob Ihnen das Wohnen auf wenigen Quadratmetern irgendwann zu eng wird oder nicht, ist aber letztlich immer eine Typfrage.

Daher empfiehlt es sich, dass Sie, bevor Sie Ihre Wohnung aufgeben, erst einmal für ein paar Monate auf Probe in einen Wagen ziehen. Auf diese Weise können Sie feststellen, ob dieser Lebensstil wirklich zu Ihnen passt und Sie mit der Umstellung klarkommen

 

 Das Wohnen auf einem Wagenplatz ist nicht immer einfach

Ein Problem, mit dem sich viele Wagenplätze konfrontiert sehen, ist ihr rechtlicher Status. Einige Plätze werden nämlich illegalerweise angelegt und sind deshalb, wie besetzte Häuser auch, fortwährend von der Räumung bedroht.

Um dieses Risiko zu reduzieren, haben die meisten Wagenplätze Vereinbarungen mit den Grundstücksbesitzern geschlossen. Solche Plätze werden jedoch lediglich geduldet. Sobald es zu Beschwerden kommt, oder aber der Eigentümer des Grundstücks dieses anderweitig nutzen will, droht auch hier die Räumung.

Ein wesentlich stressfreieres Leben ist auf jenen Plätzen möglich, die offiziell den Leuten gehören, die darauf leben. Hier ist meistens auch eine Anbindung ans Abwasser- und Stromnetz vorhanden. Wenn Sie die Räumung Ihres Platzes und die oftmals damit einhergehenden Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften vermeiden wollen, sollten Sie sich für einen legal angelegten Wagenplatz entscheiden.

Bedenken Sie auch, dass die Menschen, die auf dem Wagenplatz leben, ein recht enges soziales Gefüge darstellen. Das Schöne daran ist, dass Sie immer reichlich menschliche Kontakte haben werden. Auf der anderen Seite kann einem das dauernde Eingebundensein schnell mal zu viel werden. In diesem Fall ist es schwierig, Distanz zu den Menschen in seiner Umgebung aufzubauen, da diese nur zwei schmale Wände entfernt nebenan leben.

 

Gefunden auf helpster.de am 12.07.19 von Kevin Bortoli

 

 

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