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Rechtlicher Rahmen für Vermieter

Rechtlicher Rahmen für Vermieter

 

Die hier zusammengetragenen Informationen sind ohne Gewähr. Es handelt sich nicht um eine Rechts- oder Steuerberatung. Hierzu sind wir nicht befähigt und nehmen daher ausdrücklich davon Abstand. Wir geben Ihnen hier unsere Kenntnisse weiter, die wir im Rahmen unserer Vermietertätigkeit gewonnen haben und die wir nun im Rahmen unseres Informationsangebots an Sie weitergeben möchten. Um Sachverhalte verbindlich klären zu können, sollten Sie zuständige Verwaltungen und Behörden, einen Rechtsanwalt oder einen Steuerberater aufsuchen.

Die deutsche Gesetzgebung regelt die Vermietung von Ferienobjekten in verschiedenen Paragraphen. Im jedem individuellen Fall ist ein von Berufswegen beauftragter Berater aufzusuchen um Sachverhalte verbindlich klären zu können. erfolgeicher-vermieten.de möchte Ihnen dabei helfen, Ihre Prozesse schneller voranzutreiben und möchte Sie zusammenfassend und allgemein ohne Anspruch auf Richtigkeit informieren. Ein rechtlicher Rahmen lässt sich durch unsere Informationen durchaus allgemein definieren, sodass Sie eine wichtige fachliche Beratung durch einen berufenen Fachexperten gezielter planen können.

 

Vieles muss bei einer Vermietung an Gäste beachtet werden!

Wichtiges in Kurzform:

Sobald Sie als Vermieter tätig werden, müssen Sie sich mit verschiedenen Bestimmungen auseinandersetzen. Im bestem Fall kommen Sie dem bereits zuvor. Hier finden Sie eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten rechtlichen Belange.

Gesetze und Pflichten

  • Gewerbeanzeigepflicht laut (GewO)

Lesen Sie unseren aktuellen Blogartikel: Eine Ferienwohnung vermieten, ist das Privat oder ein Gewerbe. Die Gewerbeanmeldung ist von keinerlei Vorraussetzungen abhängig. Ob Sie nun 1 Zimmer oder 40 Zimmer vermieten spielt keine Rolle! Warum? Die Gewerbeanmeldung setzt einen Prozess in Gang, der Ihre Vermietung definiert. Das Gewerbeamt informiert das Finanzamt und die zuständige Handelskammer. Sie werden von den Instanzen nach kurzer Zeit angeschrieben. Dieser Prozess klärt und definiert den eigentlichen Umfang Ihrer Vermieter-Tätigkeit. Aufgrund der Ihnen zugesandten Formulare wird ermittelt, in wie weit Sie Steuern zahlen müssen oder Abgaben an eine Kammer leisten müssen.

  • Gaststättenrechtliche Erlaubnis

Das Gaststättengesetz wurde 2005 zum Vorteil vieler Privatvermieter geändert: Eine gaststättenrechtliche Erlaubnispflicht besteht seitdem nicht mehr. Sie dürfen unabhängig der Bettenanzahl Speisen und Getränke an Ihre Gäste verabreichen. Dies gilt jedoch nur für Hausgäste, die Sie auch beherbergen! Um Lebensmittel für Dritte zubereiten zu dürfen, benötigen Sie eine „Lebensmittelrechtliche Unterweisung“ laut § 43 Abs. 5 des Infektionsschutzgesetzes. Diese Belehrung wird regelmäßig von den Gesundheitsämtern angeboten. Sollte Ihre Pension (auch Privatvermietung) vom zuständigen Gesundheitsamt geprüft werden, müssen Sie ein Nachweisheft vorweisen können, dass Ihnen die Teilnahme an dieser Unterweisung bestätigt!

  • Anmeldepflicht bei Nutzungsänderungen von Wohnraum

Sobald Sie Wohnraum als Pension oder Ferienwohnung vermieten, ändert sich in der Regel auch die Nutzungsart Ihres Gebäudes oder der jeweiligen Wohnung. Sie sind verpflichtet diese Nutzungsänderung der zuständigen Behörde mitzuteilen. Klären Sie frühzeitig, ob eine Vermietung als Ferienwohnung, Pensionszimmer etc. in Ihrer Immobilie oder am Standort möglich ist.

Sollten Sie neu bauen wollen und benötigen Informationen zu einem Baugenehmigungsverfahren, dann sollten Sie sich an die zuständige Baubehörde Ihres Landkreises wenden.

  • Bauvorschrift der Länder

Die Größe Ihrer zur Vermietung stehenden Gäste-/Pensionszimmer ist gesetzlich vorgeschrieben. Demnach darf ein Einzelzimmer nicht kleiner als 8m² und ein Doppelzimmer nicht kleiner als 12 m² sein. Ein Gespräch mit der zuständigen Baubehörde sollte zur Klärung in jedem Fall erfolgen. Ausnahmeregelungen sind unter Umständen möglich. Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Brand-Feuerschutz gewidmet werden.

  • Einkommenssteuerpflicht

Jeder Bürger, der Einnahmen und Gewinne erwirtschaftet wird selbstverständlich auch besteuert. Ab dem Überschreiten eines Freibetrages fallen Einkommenssteuer, evntl. auch Gewerbesteuer an. Zur Klärung der steuerlichen Belange sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Steuerberater sprechen.

  • Umsatzsteuerpflicht

Sobald Ihr Jahresumsatz aus Ihrer gewerblichen Tätigkeit (Vermietung) den Betrag von 17.500 Euro überschreitet, werden Sie in dem darauf folgendem Jahr umsatzsteuerpflichtig. Von diesem Zeitpunkt an müssen Sie in Ihren Rechnungen die Mehrwersteuer ausweisen. Sie haben dann auch die Möglichkeit in Ihren eigenen Rechnungen die Vorsteuer wiederum geltend zu machen. Wer seine Umsatzsteuerpflicht nicht rechtzeitig bemerkt kann auch rückwirkend zur Zahlung gebeten werden!

  • Gewerbesteuerpflicht

Stellt Ihre Vermietung ein Gewerbebetrieb dar, so müssen Sie ab einem Gewinn von 24.500 Euro Gewerbesteuer an den Staat abführen.

 

Gefunden auf erfolgreicher-vermieten.de am 06.05 von Kevin Bortoli

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